Donnerstag, 22. Dezember 2016

[REZENSION] Nebel im August

Die tragische Geschichte des Ernst Lossa...

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: cbj (12. September 2016)


 Inhalt:

Ungekürzte Textausgabe mit zahlreichen farbigen Filmfotos
Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von »Jenischen«, Zigeuner, wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben, bis er schließlich – obgleich völlig gesund – in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird. Hier nimmt sein Leben die letzte, schreckliche Wendung: In der Nacht zum 9. August 1944 bekommt er die Todesspritze verabreicht. Ernst Lossa wird mit dem Stempel »asozialer Psychopath« als »unwertes Leben« aus dem Weg geräumt.

Meine Meinung:

Erst einmal vorab hat der Autor Robert Domes 5 Jahre lang für dieses Buch recherchiert und sogar Zeitzeugen befragt um sich ein Bild von der damaligen Situation im Nazi-Deutschland zu machen. Von der Situation wie mit besonderen Kindern wie Ernst eines war umgegangen wurde. Oder auch mit anderen Menschengruppe außer Juden wie "Zigeunern" oder halt Jenische wie sie im Buch genannt werden. Durch seine gründliche Recherche gelingt es ihm dem Leser ein lebendiges Bild zu erschaffen von der damaligen Situation und von Ernsts Geschichte. Seine Geschichte ist sehr traurig und ich musste auch ein paar Tränen verdrücken, auch wenn ich schon am Anfang des Buches wusste wie es ausgehen wird, aber alleine die Vorstellung was der Junge alles in seinen jungen Jahren durchmachen musste berührt und bringt einen zum nachdenken. Robert Domes Schreibstil ist sehr Symbol-und Metaphernhaltig, was mir sehr gefällt. "Nebel im August" von Robert Domes ist ein sehr emotionales, lehrreiches und berührendes Buch, welches mir sehr sehr gut gefallen hat. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen.

Wildblumen im Schnee [REZENSION]

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (19. September 2016)

 Inhalt:

Auch wenn das Verhältnis zu ihrer Mutter nicht immer einfach war, so freut sich die 20-jährige College-Studentin Claire Wood auf den Besuch bei ihrer Familie, die in einer ländlichen Gegend Minnesotas wohnt. Was Claire dann aber zu Hause erfährt, zieht ihr den Boden unter den Füßen weg: Ihre Mom Teresa ist unheilbar an Krebs erkrankt – mit nur 38 Jahren. Für die Woods beginnt eine Zeit der Angst und Verzweiflung. Während ihr Stiefvater Bruce beinahe am Leid seiner Frau zerbricht und ihr jüngerer Bruder Josh sich ganz zurückzieht, versucht Claire, die Familie zusammenzuhalten. Denn sie erkennt: Auch im größten Kummer entsteht Hoffnung, wenn man füreinander da ist ...


Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin ist sehr Symbol- und Metaphernreich, was mir sehr gut gefällt, aber an einigen Stellen zieht sich das ganze doch etwas wie Kaugummi und wirkt etwas müde. Cheryl Strayed beschreibt Umgebung, Atmosphäre und Gedankengänge der Protagonisten sehr detailliert und manchmal eben zu detailliert, weshalb der Kaugummi-Effekt entsteht. Dies ist auf keinen Fall etwas schlechtes und jeder empfindet das anders, aber mich hat das schon etwas gestört.
Die Geschichte der Familie ist sehr bewegend und man leidet und trauert definitiv mit, da Cheryl Strayed's Worte unter die Haut gehen und ins Herz gehen. Ich habe viele Tränen verdrückt bei diesem Buch und es gefällt mir im großen und ganzen gut. Die Protagonisten und jeweils noch ihre eigenen Schicksale und ihr Weiterleben nach Teresa's Tod (ich möchte ja nicht zu viel verraten! :D) ist ebenfalls sehr emotional und schickt den Leser auf eine emotionale Achterbahn.
Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen.



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Verlagsgruppe: https://www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd