Donnerstag, 23. Juni 2016

Rezension >>Wenn die Liebe tanzen lernt<< von Jean Kwok

 Verlag: Goldmann

Preis: 8,99 €

Seiten: 473

ISBN: 978-3-442-48272-6

 

 

Zum Buch:

Charlie Wong lebt mit ihrem Vater und ihrer kleinen Schwester Lisa in New Yorks Chinatown. Ihr Job als Tellerwäscherin ist keine große Erfüllung- doch in der Welt der traditionellen chinesischen Einwanderer sind die Möglichkeiten begrenzt. Als Lisa Charlie überredet, sich auf eine Annonce in der Zeitung zu melden, soll sich ihr Leben komplett verändern. Das berühmteste New Yorker Tanzstudio sucht eine neue Rezeptionistin. Schnell wird klar: Die tollpatschige Charlie ist eine schreckliche Empfangsdame, aber ein begnadetes Tanztalent. Und als Charlie sich vom unscheinbaren Entlein zum Schwan tanzt, fällt sie einen ganz besonderen Mann auf...

"Eine unglaublich bezaubernde Aschenputteleschichte." Kirkus

 Zur Autorin:

Jean Kwok wurde als jüngstes von sieben Kindern in Hongkong geboren. Ihre Familie emigrierte nach Brooklyn, wo Jean lange Zeit in einem Sweatshop in Chinatown arbeitete. Sie wurde frühzeitig an der Harvard Universität angenommen und übernahm dort meistens vier Jobs gleichzeitig, um ihre Familie zu unterstützen und ihr Studium zu finanzieren. Heute lebt Jean Kwok mit ihrem Mann und zwei Söhnen in den Niederlanden.

Meine Meinung:

Am Anfang, muss ich gestehen, war das Buch schon ein wenig langweilig. Ich kam nicht so richtig rein und es hat echt bis zum Ende des Buches gedauert, dass sich alles entwickelt hat und die Spannung stieg. Jean Kwok thematisiert in ihrem Buch die Unterschiede von Arm und Reich, Freundschaft, Leidenschaft, die unendliche Liebe zwischen zwei Schwestern und ihrem Vater, den Verlust eines Elternteils und (ACHTUNG! KLEINER SPOILER!) sexueller Belästigung und dessen Auswirkung auf die Psyche. Nicht das ihr jetzt denkt, dass es in dem ganzen Buch um so ein ernstes Thema geht. Es wird nur zum Ende des Buches kurz vorkommen. (SPOILER ENDE) Dazu erfährt man ziemlich viel über das Tanzen und die chinesische Kultur und deren Traditionen, Bräuche und Rituale, was ziemlich interessant ist. Der Zwiespalt zwischen der chinesischen und amerikanischen Kultur ist auch ein wichtiger Punkt in dem Buch. Die Autorin hat einen guten Schreibstil, aber ihre Zeitsprünge stören mich persönlich an manchen Stellen. Trotzdem kommt man noch mit und es hat auch keine Auswirkung auf die Story. Das Ende macht alle Wehwehchen wieder wett. Die letzten 150 Seiten haben das Buch echt gerettet. Man war bei den Tanzszenen mittendrin und nicht nur dabei und hat mit Charlie richtig mitgefühlt. Das Buch war mal etwas anderes und wer eine typische Liebeseschichte erwartet, wird bei dem Buch nicht findig. (SPOILER) Und man darf fast wie bei 'Klar ist es Liebe' bis zum Ende warten, bis sich was Ernsthaftes entwickelt. Dazu Gibt es zwei mögliche Kandidaten für Charlie. Aber das müsst ihr schon selber lesen! (SPOILER ENDE) Das Buch an sich ist nicht schlecht, aber nochmal lesen würde ich es nicht.
Von mir bekommt das Buch 4/5 Sternen.