Sonntag, 26. März 2017

[REZENSION] Mit Träumen im Herzen von Giuseppe Catozzella

Vorab:
Ich muss mich wirklich dafür entschuldigen, dass ich in den letzten Wochen sehr inaktiv war, aber der Schulstress hat es mir nicht möglich gemacht großartig zu bloggen. Aus diesem Grund kommt leider auch viel zu spät eine Rezension zu "Mit Träumen im Herzen" von Giuseppe Catozzella.
Ich hoffe ihr könnt mir vergeben! :) Und natürlich noch einmal einen großen Dank an den Penguin-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die Geduld. :D
xoxo Amely :*






 "Sag nicht, dass du Angst hast. Sonst fühlen die Dinge vor denen du Angst hast sich groß an."



Klappentext:
Sie kam als Letzte ins Ziel, doch ihr Foto ging um die Welt. Millionen waren bei den Olympischen Spielen 2008 von der somalischen Läuferin Samia und ihrem eisernen Willen gerührt. Doch nur wenige wissen, dass die junge Frau danach in ihrer Heimat keine Unterstützung mehr erhielt und sich auf die lange illegale Reise nach Europa machte. Ihre Odyssee fand 2012 vor Lampedusa ein tragisches Ende.


Der italienische Journalist Giuseppe Catozzella hat Samias Geschichte recherchiert und mit ihrer Schwester gesprochen. In einer einfachen und emotional berührenden Sprache lässt er Samias Welt entstehen und gibt der verschollenen jungen Frau eine Stimme.


Meine Meinung:
Ohne dieses Buch hätte ich nie so wirklich etwas von Samia gewusst bzw. überhaupt erst gewusst, dass sie mal existiert hat. Und ich danke Giuseppe Catozzella wirklich, dass er es sich zur Aufgabe gemacht hat Samias Geschichte in dieses wunderbare Buch zu packen. Ich bin sehr froh darüber dieses Buch gelesen zu haben und diese starke Persönlichkeit Samia Yusuf Omar bei ihrer Reise, die leider mit keinem Happy End zuende ging, begleiten durfte und so für mich selber Mut, Inspiration und einen Anspurn alles zu tun um meine Träume wahr werden zu lassen aus diesem Buch fassen konnte. Ich kann mir vorstellen, dass es für einen Autor ziemlich schwierig ist die Geschichte einer Person mit ihren möglichen Gedankengängen und Gefühlen allein nur aus Gesprächen von verbliebenen Angehörigen und sonstigen Recherchen in Worte zu fassen, die den Leser ans Buch fesseln und mitfühlen lassen. Aber genau das ist Catozzella gelungen. Ihm ist es zu verdanken, dass ich im weiten Sinne irgendwie doch noch die Chance hatte ein Stück dieser willensstarken Frau Samia kennenzulernen. Ihre Leidenschaft für die Dinge die sie liebt hat mich zum Nachdenken angeregt und mir erst einmal wieder vor Augen geführt, dass es sich zu kämpfen lohnt für seine Träume- denn im Alltagsstress begräbt man seine Träume schnell, denn "man sollte lieber in der Realität leben" und sich nicht von Träumen leiten lassen. Aber eigentlich ist es ja nur ein schmaler Grat zwischen Traum und Realität. Und jeder kann aus seinen Träumen Realität machen. Auch wenn Samia nicht alles sofort erreicht hat was sie sich vorgenommen hat und ihr junges Leben leider viel zu früh ein Ende nahm, ist sie denke ich heute noch eine Inspirations- und Mutquelle für viele Frauen und Männer.
Danke Samia!

Das Buch bekommt 5 von 5 Sternen! <3







"Flieg, Samia, flieg wie das geflügelte Pferd durch die Lüfte...
Träum, Samia, träum wie der Wind, der mit den Blättern spielt...
Lauf, Samia, lauf, als müsstest du nirgends ankommen...

Lebe, Samia, lebe, als wäre alles ein Wunder..."

Ruhe in Frieden kleine Kämpferin.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

[REZENSION] Nebel im August

Die tragische Geschichte des Ernst Lossa...

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: cbj (12. September 2016)


 Inhalt:

Ungekürzte Textausgabe mit zahlreichen farbigen Filmfotos
Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von »Jenischen«, Zigeuner, wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben, bis er schließlich – obgleich völlig gesund – in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird. Hier nimmt sein Leben die letzte, schreckliche Wendung: In der Nacht zum 9. August 1944 bekommt er die Todesspritze verabreicht. Ernst Lossa wird mit dem Stempel »asozialer Psychopath« als »unwertes Leben« aus dem Weg geräumt.

Meine Meinung:

Erst einmal vorab hat der Autor Robert Domes 5 Jahre lang für dieses Buch recherchiert und sogar Zeitzeugen befragt um sich ein Bild von der damaligen Situation im Nazi-Deutschland zu machen. Von der Situation wie mit besonderen Kindern wie Ernst eines war umgegangen wurde. Oder auch mit anderen Menschengruppe außer Juden wie "Zigeunern" oder halt Jenische wie sie im Buch genannt werden. Durch seine gründliche Recherche gelingt es ihm dem Leser ein lebendiges Bild zu erschaffen von der damaligen Situation und von Ernsts Geschichte. Seine Geschichte ist sehr traurig und ich musste auch ein paar Tränen verdrücken, auch wenn ich schon am Anfang des Buches wusste wie es ausgehen wird, aber alleine die Vorstellung was der Junge alles in seinen jungen Jahren durchmachen musste berührt und bringt einen zum nachdenken. Robert Domes Schreibstil ist sehr Symbol-und Metaphernhaltig, was mir sehr gefällt. "Nebel im August" von Robert Domes ist ein sehr emotionales, lehrreiches und berührendes Buch, welches mir sehr sehr gut gefallen hat. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen.

Wildblumen im Schnee [REZENSION]

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (19. September 2016)

 Inhalt:

Auch wenn das Verhältnis zu ihrer Mutter nicht immer einfach war, so freut sich die 20-jährige College-Studentin Claire Wood auf den Besuch bei ihrer Familie, die in einer ländlichen Gegend Minnesotas wohnt. Was Claire dann aber zu Hause erfährt, zieht ihr den Boden unter den Füßen weg: Ihre Mom Teresa ist unheilbar an Krebs erkrankt – mit nur 38 Jahren. Für die Woods beginnt eine Zeit der Angst und Verzweiflung. Während ihr Stiefvater Bruce beinahe am Leid seiner Frau zerbricht und ihr jüngerer Bruder Josh sich ganz zurückzieht, versucht Claire, die Familie zusammenzuhalten. Denn sie erkennt: Auch im größten Kummer entsteht Hoffnung, wenn man füreinander da ist ...


Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin ist sehr Symbol- und Metaphernreich, was mir sehr gut gefällt, aber an einigen Stellen zieht sich das ganze doch etwas wie Kaugummi und wirkt etwas müde. Cheryl Strayed beschreibt Umgebung, Atmosphäre und Gedankengänge der Protagonisten sehr detailliert und manchmal eben zu detailliert, weshalb der Kaugummi-Effekt entsteht. Dies ist auf keinen Fall etwas schlechtes und jeder empfindet das anders, aber mich hat das schon etwas gestört.
Die Geschichte der Familie ist sehr bewegend und man leidet und trauert definitiv mit, da Cheryl Strayed's Worte unter die Haut gehen und ins Herz gehen. Ich habe viele Tränen verdrückt bei diesem Buch und es gefällt mir im großen und ganzen gut. Die Protagonisten und jeweils noch ihre eigenen Schicksale und ihr Weiterleben nach Teresa's Tod (ich möchte ja nicht zu viel verraten! :D) ist ebenfalls sehr emotional und schickt den Leser auf eine emotionale Achterbahn.
Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen.



Hier kannst du das Buch auf Amazon bestellen: https://www.amazon.de/Wildblumen-im-Schnee-Cheryl-Strayed/dp/3442484553/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1482443621&sr=8-1&keywords=wildblumen+im+schnee


Verlagsgruppe: https://www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd